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U1 oder Easy III die Erste
#1
So jetzt habe ich es endlich geschafft.
Heute habe ich endlich den Foto mit zum Segeln genommen, oder das Boot mit zum Fotografieren.

Ich hatte ja in meiner Vorstellung angekündigt bei den Materialien einen anderen Weg gegangen zu sein.

Ich habe mich für Styrodur entschieden. Den Styrodurkern habe ich in Form gebracht wobei meine Kantenschleifmaschine (Bandschleifer) mir gute Dienste geleistet hat.
Die Beplankung erfolgte mit HPL. Das ist der Schichtstoff von Küchenarbeitsplatten und das Deck besteht aus 4mm Sperrholz. Der Rumpf wurde in zwei Hälften gesägt und der Kiel mit den Röhrchen für Mast und Ruder dazwischen geleimt. - PU-Leim

Nein das hört sich nicht nur schwer an, es ist auch schwer. => U1 ca. 700g - aber sie schwimmt, wenn auch vielleicht wie eine Hummel fliegt. Bitte sagt Ihr nicht, dass sie eigentlich untergehen müsste.

Vier Schichten HPL ergeben ca. 3mm Materialdicke und sind sehr steif. Für das Kielschwert gar nicht so schlecht und entgegen der Rotorblätter 1mm dünner.
Bei der Kielbombe habe ich mich für Kupfer entschieden. Ich wollte kein Blei verarbeiten.

Bei den Rigs wollte ich erstens nur mal testen und zweitens auf Materialien aus der Nähe und nicht aus dem WWW zurückgreifen.
So habe ich mich für glatte Buchenstäbe 6mm und 5mm entschieden. Für die Bohrungen in die 6er Stäbe habe ich eine Schraube M16, lag so rum, mit einer Stufenbohrung 3mm und 6mm versehen. Jetzt kann der Mast von der einen Seite in die Schraube gesteckt werden und der 3er Bohrer von der anderen Seite. Da die beiden Löcher in einer Aufspannung gebohrt wurden, sind die Löcher zentrisch zueinander.

Die Segel sind aus Kunststofffolie für Präsentationen, wie sie, Dank Beamer und Laserdrucker, aus so manchen Büro fliegt.
Ich habe die DIN A4 Stücke in Streifen geschnitten und so mit Tesa zusammengeklebt, dass die Vorlage des Rigplans gut abgedeckt ist. Wenn die Stöße 4mm überlappen, erhält man auch gleich die "Segellatten". Ich finde die Segel bauchen und twisten nicht schlecht.

Auf den Mast habe ich dann Kunststoffstrohhalme - die gibts bei uns Gott sei Dank noch - mit ca. 15 - 20mm Länge aufgefädelt. Nach dem Vorspannen des Mastes habe ich die Kontur auf das "Rohsegel" übertragen und ausgeschnitten. Die Segel werden dann wieder mit Tesafilm an den Strohhalmen befestigt. Die notwendigen Löcher zur Segelbefestigung habe ich ebenfalls mit Tesa verstärkt und mit einer heißen Nadel eingeschmolzen. Das ergibt eine kleine Wulst und verstärkt das Loch noch einmal. Ich habe das auch schon bei "Mülltüten-Segel" ausprobiert. Es hält.

Meine Versuche den Schalter mit einem Wasserbombenballon wasserdicht zu bekommen, sind daran gescheitert, dass sich die Ballons in der Sonne auflösen.

Soviel zu meinem ersten Versuch bei den Footy's.

Ach ja, Andrè, bei meinem zweiten Versuch, wieder die Easy, habe ich 3mm Kistensperrholz von Obstkisten verwendet. Nach dem Aussägen der Kontur die Teile anfeuchten und Vorspannen, dann sollte es auch mit der Razor klappen.

           

Grüße

Günter
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#2
Moin Günther, so geht "Footy"! Zuerst mit viel Elan und Spaß, bis die Kiste schwimmt. Und wenn sie dann auch noch segelt und gar zurückkommt, ist die Freude groß. Mach weiter so... Gruß Egon
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#3
Ja genau! prima. Ich habe mir auch schon mit Blumenstäben ausgeholfen, allerdings habe ich glatte 4mm Bambusstäbe genommen, die sind viel stabiler.
Auf die Dauer würde ich aber immer Carbon bevorzugen. Das gibts auch örtlich im Drachenladen/Bastelladen/Modellbauladen. 3mm sind ideal für Footies.
Was das Rumpfmaterial / Gewicht angeht kann ich nur sagen, nimm Depron/Selitron nach Anleitung des Easy. Das ist sauleicht und prima zu verarbeiten.
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